Geführte Wanderungen auf die Fränkische Alb

Runde Bergkuppen und markante Felsen, eingestürzte Höhlendächer und Dolinen sind Zeugen der Erdgeschichte unserer Region, die vor ca. 205 Mio. Jahren mit dem Anstieg des Jurameeres begann.

Wir verfolgen die Geschichte zurück, das Kommen und Gehen des Meeres, das langsame Anwachsen der Schwammriffe, die Entstehung von Lagunen und Riffrandzonen, den endgültigen Rückzug des Meeres und schließlich die Entwicklung der Landschaft.

 


 

Retterner Kanzel: Das geologische Profil

 

Die geologischen Schichten der Jura-Gesteine, die die Fränkische Alb aufbauen, bilden ein getrepptes Profil. Vom Rhät-Sandstein im Forchheimer Kellerwald hinauf zu den Riffkalkfelsen der Retterner Kanzel steigt man über Jahrmillionen der Erdgeschichte. Zahlreiche Aufschlüsse erzählen die bewegte Geschichte der Jura-Zeit.

 

 

    Eine wunderbare weite Aussicht bietet sich schließlich von der Retterner Kanzel auf das untere Wiesenttal mit der Ehrenbürg im Süden bis zum Hetzleser Berg und auf das Regnitztal und den Forchheimer Wald im Westen.

Dauer: 5 - 6 Stunden; Einkehr: Rettern


Die Ehrenbürg:

Geologisch-landschaftskundliche Exkursion

 

Abgetrennt von der Hochfläche der Fränkischen Alb erhebt sich die Ehrenbürg aus dem Wiesenttal. Zinnen gleich ragen Felsnadeln an den Hängen auf. Frühe Kulturen suchten hier Schutz vor Feinden und besiedelten das Plateau. Jahrhundertelange Nutzung hat dabei eine Flora geschaffen, die heute selten geworden ist.

      Die Entstehung dieses Berges und seine Bedeutung für Natur und Menschen stehen im Mittelpunkt der Exkursion.

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Dauer: 4 Stunden;

 

Einkehr: Leutenbach/Schlaifhausen


 

Vom Wiesentriff zur Kuppenalb: Karstkundliche Exkursionen

       

 

Zahlreiche Landschaftselemente

umgeben uns auf der Hochfläche südlich des Wiesenttals. Die Oberflächenformen geben Hinweise auf den geologischen Untergrund. Runde Buckel, Wannen und Dolinen – Karstformen – prägen die "Kuppenalb".

 

1) Auf dieser Exkursion studieren wir Teile des großen Wiesentriffs, den Aufbau einzelner Riffstotzen und verschiedene Karstformen. Wieso hat sich hier eine völlig andere Landschaft herausgebildet als z.B. auf der Langen Meile?

Dauer: 4 - 5 Stunden; Einkehr: Trainmeusel/Wohlmannsgesees

 

2) Durchlöchert wie ein Schweizer Käse! Das Innere der fränkischen Alb könnte man durchaus so beschreiben. Wie kam es zur Entstehung solch ausgedehnter Höhlensysteme? Die Exkursion führt zu mehreren Höhlen und Höhlenruinen.

Dauer: ca. 4 Stunden; Einkehr: Burggaillenreuth/Wohlmannsgesees


 

Kalksinterbäche: Wasser auf der Fränkischen Alb!

Karstkundlich-hydrogeographische Exkursion mit siedlungsgeographischen Aspekten

 

 

Wasserreiche Täler, trockene Hochflächen.

Quellhorizonte reihen einen Bach an den anderen und 50 Meter darüber trocknet der Boden aus! Der geologische Aufbau der Alb ist der Grund dafür.

Schon in frühgeschichtlicher Zeit haben die Menschen Wege gefunden, die Alb zu besiedeln, mit der Kargheit zu leben und ihren Reichtum zu nutzen:

In der Jungfernhöhle wurden menschliche Knochen und Artefakte aus vielen verschiedenen Kulturen gefunden und haben die Höhle zu einem der bedeutendsten vorgeschichtlichen Denkmäler in Oberfranken gemacht.

 

Dauer: 4 Stunden; Einkehr: Tiefenellern

 


 

Tropischer Karst auf der Fränkischen Alb:

Karstkundliche Wanderung

 

Wer hätte hier tropischen Karst vermutet? In der Unterkreide herausgebildet, verschüttet und in jüngster geologischer Zeit wieder freigelegt:

Von Höhlen durchzogene Felstürme im Veldensteiner Forst lassen die Vergangenheit lebendig werden. Dolinen, Ponore und Karstquellen weisen auf aktuelle Aktivitäten im Untergrund hin. Und die vielen herumliegenden Sandsteinblöcke, die so genannten 'Kallmünzer' zeigen an, dass die Abtragung der oberkretazischen Sedimente noch nicht abgeschlossen ist!

 

Dauer: 4 - 5 Stunden; Einkehr: Waldschenke/Rucksackverpflegung


 

 

 

    Zur Hohenmirsberger Platte:

    Geologisch-landschaftskundliche Exkursion

     

 

Von den Riffdolomiten bei Pottenstein geht es hinauf zur Hohenmirsberger Platte und zugleich immer tiefer in die Erdgeschichte hinein! Das geologische Profil scheint sich hier, am Ostrand der Fränkischen Alb, umzukehren. Die Ursache für diese "verkehrte Welt" und ihre Folgen erklären sich beim Anstieg und anschließenden Blick über die Alb und das Dogger-Hügelland.

In den anstehenden Schichten des Unteren Weißjura! finden sich im Übrigen viele Versteinerungen.

 

Dauer: 5 - 6 Stunden; Einkehr: Hohenmirsberg


 

Relikte der Eiszeit:

Karstkundlich-landschaftskundliche Wanderung

 

 

Oberhalb der Leinleiterquelle windet sich ein eiszeitliches Trockental. Nur bei starken Regenfällen sprudeln die sogenannten "Tummler" große Wassermengen hervor und überfluten den ansonsten trockenen Talraum. Wo fließt das Wasser sonst? Wie entstand das Tal?

 

Wacholder-Trockenrasen bedeckt die Hänge des Tales, massige Riffdolomitfelsen überragen es und bieten hoch spezialisierten Pflanzen ein Rückzugsgebiet. Manche von ihnen sind aus der letzten Eiszeit übrig geblieben.

Variante für Familien: Am Klopfplatz (Mergelkalk) findet man so gut wie immer eine Versteinerung!

 

Dauer: 3 - 4 Stunden; Einkehr: Oberleinleiter/Heroldsmühle/Burggrub


 

 

Höhlenruine und Dolomitblockfeld:

 

Landschaftskundlich-vegetationsgeographische Exkursion

 

    Beeindruckende Höhlenruinen – Naturdenkmäler – finden sich im Muggendorfer Gebürg. In ihrem Schatten und versorgt mit viel Feuchtigkeit gedeiht eine für die Fränkische Schweiz charakteristische Pflanzengesellschaft. Eine andere typische Gesellschaft hat sich auf einem Dolomitblockfeld angesiedelt; intensive Sonneneinstrahlung sorgt hier für ein fast mediterran anmutendes Biotop. An den Hängen stockt Kalkbuchenwald mit zahlreichen Orchideen. Der kleinräumige Wechsel des Vegetationsbildes ist ein Charakteristikum der Fränkischen Schweiz. Welche Faktoren haben zur Ausbildung dieses kleinräumigen Mosaiks an Pflanzengemeinschaften geführt?

     

 

 

Dauer: 4 - 5 Stunden

Einkehr: Engelhardsberg/Muggendorf

 


 

Vom Sand zum Ton:

Geologisch-landschaftskundliche Exkursion

 

 

Von Erlangen im mittelfränki-

schen Becken geht es hinauf nach Marloffstein. Sand im Tal und Ton auf dem Berg, wie kommt das?

In der Tongrube – ein Geo- und Biotop! – finden sich viele Fossilien, mit denen wir eine zeitliche Zuordnung der geologischen Schicht versuchen wollen.

    Naturerlebnis und Geologie. Gut geeignet für Familien mit Kindern ab 7 Jahren.

 

        Dauer: ca. 3 - 4 Stunden (Rückfahrt mit Bus möglich)


 

 

In die Rathsberger Wildnis - oder: Alles Sand!

Geologisch-landschaftskundliche Exkursion

             

 

 

     

    Sandsteingebäude prägen die Erlanger Innenstadt. Viele Steine wurden am Burgberg gebrochen. Aber Sandstein ist nicht gleich Sandstein, wie eine Wanderung über die zahlreichen ehemaligen Sandsteinbrüche und -aufschlüsse am Rathsberg bis hinauf zur Rathsberger Wildnis zeigt. Unter welchen Bedingungen sind diese mächtigen Sandsteinablagerungen entstanden? Was verursacht die Rutschungen am Rathsberger Schloss? Auf engem Raum wechseln trockene mit feuchten Standorten, deren vielfältige Flora aus der Wildnis fast einen Urwald macht.

    Dauer: ca. 4 Stunden

 

     


Bier braucht Heimat

Hydrogeographisch-landschaftskundliche Exkursion mit kulturgeographischen Aspekten

 

 

In Franken wurde schon immer ein ganz besonderes Bier gebraut: Dunkles Bier. Warum ausgerechnet dieses und kein anderes? Wieso entstand gerade in Franken die weltweit höchste Brauereidichte? Welchen Einfluß haben Böden, Gestein oder Wasser auf die Bierkultur? Diesen Fragen wollen wir nachgehen und neben dem Wasser der Lillach auch den Hopfen (-Anbau) unter die Lupe nehmen. Und natürlich gehören auch die Einkehr in einer fränkischen Wirtschaft und eine Brauereiführung dazu!

     

    Dauer: ca. 5 Stunden + ca. 2 Stunden Einkehr und Brauereibesichtigung, alternativ: Führung durch einen Hopfenanbaubetrieb

 

 

 


 

Durch die Wüste

             

 

    ... bis hinein in die Steppen Zentralasiens! Vom Exerzierplatz in Erlangen durch den Reichswald bis zu den Urwildpferden in Tennenlohe führt die Wanderung über offene Flächen, Busch und Wald: Lauter verschiedene Sandlebensräume. Extreme Lebensbedingungen erfordern hier spezielle Anpassungen. Ich lade Sie ein, diese mit mir zu erforschen.

    Für Familien (Kinder ab 7 Jahren) gut geeignet.

    Naturkundliche Exkursion

Foto: Landschaftspflegeverband Mittelfranken

    Dauer: ca. 4 Stunden

 

     


 

Bewegte Hänge

Geologisch-geomorphologische Exkursion

             

 

 

Nach längeren Regenfällen kann es an den Hängen bei Ebermannstadt zu Rutschungen kommen. Der geologische Aufbau begünstigt das Abgleiten ganzer Kalkschollen. Allein bei Ebermannstadt ist es in den vergangenen 50 Jahren viermal zu solchen Hangrutschungen gekommen, einmal wurde sogar eine Straße zerstört, ein andermal ist der Schuttplatz abgerutscht.

Auf einer Exkursion über Erdrutsche und Bergstürze wollen wir die Gründe für diese Rutschneigung genauer be-trachten. Dabei geht es mehrfach steil auf- bzw. abwärts und es ist unebenes Gelände zu überqueren.

 

        Dauer: ca. 6 Stunden


 

Polje Königstein

Karstkundlich-landschaftskundliche Exkursion

 

 

Was ist ein Polje? Und was hat es mit Königstein zu tun?

Auf einer Wanderung rund um das Königsteiner Polje gehen wir diesen Fragen nach. Dabei beschäftigen wir uns auch mit den jurassischen und kretazischen Lagerstätten der Region die über Jahrhunderte hinweg wirtschaftlich genutzt wurden.

Dauer: ca. 5 - 6 Stunden

Einkehr:

 

Königstein/

Ossinger Hütte


 

 

Streifzug durch die Solnhofener Lagune

             

 

 

 

    Tiefe Lagunen mit mächtigen Plattenkalkfüllungen und weitgespannte Riffe wechseln sich ab in der südlichen Fränkischen Alb. Rund um Solnhofen kann man die Übergänge von Riffgestein zu Wannenfüllungen studieren und zugleich wunderbare Ausblicke auf die vielgestaltige Flusslandschaft genießen. Wer hat diese geschaffen? Main, Donau, Altmühl?

     

    Dauer:    ca. 5 - 6 Stunden (Rucksackverpflegung/Einkehr)

     


 

 

Zum Hohlen Berg

Wanderungen durchs Wiesentriff

 

 

Grotten, Höhlen, Höhlensysteme - entstanden vor Millionen Jahren - geben Einblicke in das Innere des Riffs, Höhlenflüsse transportierten einst Wasser durch das Innere des Gebirges, Schachthöhlen führen zu weiteren Etagen im Höhlensystem und zahlreiche Fossilienfunde geben Aufschluss über die Lebensbedingungen im Jurameer.

 

Dauer:    ca. 5 Stunden  (+ ca. 1 Std. Einkehr )

       

 


 

 


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